Testspiel Kreis Rhein/Ahr // Fortuna Köln - SV Eintracht Trier 3:1
Zuschauer 300 (ca 30Gäste)
Gespielt wurde im Eifelstadion Adenau Spielstätte der SG Hochwald 22 und 4x30 Minuten
Manchmal sind es gar nicht die großen Spiele, die besonders in Erinnerung bleiben. Oft sind es genau solche Abende: ein Testspiel mitten in der Eifel, eine lange Busfahrt durch eine wunderschöne Landschaft, gute Gespräche mit bekannten Gesichtern und am Ende ein verdienter Sieg der Fortuna. Genau so ein Tag war der Mittwoch in Adenau.
Schon die Anreise war ein Erlebnis. Zunächst ging es nach Meckenheim und von dort mit der Buslinie 860 weiter nach Adenau. Die Fahrt dauert rund 76 Minuten und führt durch das Ahrtal. Das klingt zwar erst einmal lang, doch die Zeit verging wie im Flug. Die Strecke führt vorbei an kleinen Orten, durch bewaldete Täler und entlang der typischen Eifellandschaft. Allein wegen der schönen Aussicht hat sich die Fahrt schon gelohnt.
Die Buslinie 860 gibt es erst seit rund drei Vierteljahren. Bis nach Adenau war ich vorher noch nie gefahren. Besonders interessant finde ich, dass die Linie sogar weiter bis zum Nürburgring fährt. Dort war ich bisher tatsächlich noch nie. Diesmal bin ich zwar schon vorher ausgestiegen, aber irgendwann werde ich die Fahrt bis zum Nürburgring auf jeden Fall nachholen.
Nach der Ankunft in Adenau stand noch ein kurzer Fußweg zum Eifelstadion an. Teilweise führte der Weg über eine Straße ohne Gehweg, sodass man etwas aufpassen musste. Am Sportgelände angekommen, sah man zunächst den Kunstrasenplatz, dahinter den Naturrasenplatz.
Das Eifelstadion liegt wirklich wunderschön. Ringsherum nur Wald, Hügel und Natur. Genau solche Grounds mag ich. Die Umgebung erinnerte mich stellenweise sogar etwas an den Grüngürtel oder die Bonner Rheinaue – nur eben mitten in der Eifel. Der Rasen war hervorragend gepflegt und das gesamte Sportgelände machte einen sehr ordentlichen Eindruck.
Nachdem ich den Eintritt bezahlt hatte, schaute ich mich erst einmal ein wenig um. Natürlich traf ich auch einige Leute, die ich kannte. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, bevor das Spiel begann. Genau solche Begegnungen gehören für mich einfach zu einem Fußballabend dazu.
Sportlich machte Fortuna Köln einen deutlich besseren Eindruck als noch beim Testspiel in Steinbach. Von Beginn an spielte die Mannschaft konzentriert, ließ den Ball gut laufen und war über weite Strecken die bessere Mannschaft.
In der 19. Minute brachte Michelbrink die Fortuna mit 1:0 in Führung. Trier kam durch Marceta in der 32. Minute zwar zum Ausgleich, doch die Kölner ließen sich davon überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Noch vor der Pause erzielte Telle in der 42. Minute die erneute Führung zum 2:1. Auch nach den zahlreichen Wechseln blieb Fortuna spielbestimmend und zeigte eine starke Mannschaftsleistung. Den Schlusspunkt setzte schließlich Galjen, der den verdienten 3:1-Endstand erzielte.
Im Vergleich zum Spiel in Steinbach war das eine deutliche Leistungssteigerung. Die Mannschaft wirkte eingespielter, war aggressiv gegen den Ball und spielte insgesamt deutlich besser. Das Zuschauen hat richtig Spaß gemacht.
So schön der Abend auch war, einen echten Kritikpunkt gab es leider doch: den Stadionsprecher. Für meinen Geschmack war er eine absolute Katastrophe. Statt sich auf die wichtigen Durchsagen zu beschränken, musste er gefühlt alles kommentieren. Er begrüßte ständig irgendwelche Leute, erzählte Geschichten, die niemanden interessierten, und gab immer wieder Kommentare ab, die völlig unnötig waren. Mehr als einmal dachte ich mir einfach nur: Jetzt sei doch mal leise und lass das Spiel für sich sprechen. Auch bei vielen anderen Zuschauern hatte ich den Eindruck, dass sie davon eher genervt als unterhalten waren. Die Atmosphäre wäre ohne diese ständigen Kommentare deutlich angenehmer gewesen.
Dafür konnte das Catering überzeugen. Eine Flasche Reissdorf Kölsch kostete faire 2,50 Euro. Außerdem gab es Bitburger vom Fass. Das habe ich aber bewusst stehen gelassen, denn Bitburger ist überhaupt nicht mein Geschmack. Da bleibe ich lieber beim Kölsch. Insgesamt waren die Preise fair und das Angebot völlig in Ordnung.
Nach dem Abpfiff wurde noch ein wenig mit einigen Bekannten geplaudert. Anschließend ging es direkt mit einer Mitfahrgelegenheit Richtung Meckenheim. Von dort fuhr ich mit dem ÖPNV weiter nach Hause. So verlief auch die Heimreise völlig entspannt.
Rückblickend war dieser Mittwoch viel mehr als nur ein Testspiel. Es war ein schöner Ausflug in die Eifel, eine interessante Fahrt mit der Buslinie 860 durch das Ahrtal, ein toll gelegener Ground, gute Gespräche und eine Fortuna-Mannschaft, die mit einer überzeugenden Leistung Lust auf die neue Saison gemacht hat.
Mein persönliches Highlight war neben dem Spiel ganz klar die Lage des Eifelstadions. Fußball mitten in der Natur hat einfach seinen ganz eigenen Reiz. Und irgendwann werde ich die Fahrt mit der Buslinie 860 auch noch bis zum Nürburgring fortsetzen.

































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