1. FC Köln ll - Fortuna Köln 3:0

 Regionalliga West // 1. FC Köln ll - Fortuna Köln 3:0


2.375 Zuschauer


Man freut sich die ganze Woche auf das Spiel, ist voller Vorfreude und Euphorie – und im Nachhinein denkt man sich einfach nur: Was war das bitte?

Der Tag fing eigentlich gut an. Auf dem Weg zum Stadion habe ich schon in der Straßenbahn ein paar Leute getroffen, ein paar gute Jungs – schöne Grüße an euch, ihr seid ja auch in unserer WhatsApp-Gruppe. Danach ging es weiter, wo ich noch ein paar Fortuna-Bekannte getroffen habe. Gemeinsam haben wir uns am Kiosk mit einem Bier eingestimmt, bevor es dann Richtung Franz-Kremer-Stadion ging.

Die Erwartungen waren klar: Nach so einer Woche voller Vorfreude wollte man einfach drei Punkte sehen. Doch stattdessen bekam man eine erste Halbzeit serviert, die überhaupt nicht unseren Ansprüchen entsprach. Die FC-Amateure waren durchgehend am Drücker, haben ständig klug umgestellt und das Spiel kontrolliert. Das muss man leider anerkennen. Gleichzeitig hat man deutlich gemerkt, dass Fortuna Köln aktuell nicht auf dem Niveau des Gegners war.

Man steht da, voller Euphorie – und wird dann von so einer Leistung komplett runtergezogen. Da fragt man sich echt, was da wieder los war.

Zur zweiten Halbzeit kam dann der nächste Dämpfer: Ich habe erstmal 20 Minuten verpasst, weil es an der Bierbude absolut chaotisch lief. Die Leute dort wirkten komplett überfordert, als hätten sie noch nie gezapft. Ganz ehrlich: So eine Arbeitsweise geht gar nicht. Statt effizient zu arbeiten, wurde da gemütlich vor sich hin gezapft, während die Leute eigentlich zurück ins Spiel wollten.

Ich verstehe auch nicht, warum man bei so einem Andrang nur zwei Zapfhähne aufstellt. Entweder stellt man mehr hin oder sorgt für bessere Abläufe. Das wäre logistisch wirklich kein Hexenwerk gewesen. Als ich das angesprochen habe, wurde ich nur schief angeschaut. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst aus dem Lagerbereich komme und weiß, wie man so etwas organisiert.

Als ich dann endlich wieder in der Kurve war, fiel kurz darauf das 3:0. Spätestens da war die Stimmung komplett im Keller. Man steht da, ist einfach nur noch frustriert und fragt sich, wo man hier eigentlich gelandet ist.

Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, kam zum Abschluss noch das nächste Highlight: Auf dem Weg zurück zur Bahn – eigentlich wollte ich noch entspannt mit Freunden etwas trinken gehen – war ich so in Rage, dass ich einen Betonblock übersehen habe und voll auf die rechte Schulter gestürzt bin.

Jetzt sitze ich hier am nächsten Morgen mit einer schönen Prellung und ein paar Kratzern an der Schulter. Und jedes Mal, wenn ich aufstehe oder mich bewege, erinnern mich die Schmerzen direkt wieder an diese Niederlage. Als hätte der Abend nicht schon gereicht, trägt man das Ganze am nächsten Tag auch noch körperlich mit sich rum. Einfach ein Spiel, das man am liebsten komplett aus dem Kopf streichen würde.

Und einen Tag später kommen dann auch noch die nächsten schlechten Nachrichten dazu: Man sieht sich die Spielergebnisse am Wochenende an und erfährt, dass Oberhausen knapp mit 1:0 gewonnen hat. Da wird einem nochmal bewusst, dass es bis zum Qualifikationsziel doch wieder enger werden könnte.

Es gibt jetzt keine Ausreden mehr Zuhause gegen Wiedenbrück muss gewonnen werden.








































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