1. FC Köln -Red Bull am

 Bundesliga// 1. FC Köln - Red Bull (Die Mörder) 1:2


Zuschauer 49.000 (1.000 Gäste von Arschlöchern)


Heute an diesem Sonntag war ich im Müngersdorfer Stadion, um mir ein Spiel vom 1. FC Köln anzuschauen – gegen einen Gegner, der in dieser Liga eigentlich nichts verloren hat: Red Bull. Wobei man direkt sagen muss: Leipzig kann man da überhaupt nichts vorwerfen. Das hat mit der Stadt, der Region und den Menschen dort absolut nichts zu tun. Gar nichts. Das kann man nicht schönreden, aber man darf es auch nicht vermischen. Red Bull ist kein Leipziger Verein, das ist ein Konzernkonstrukt.

Ich bin nur hingegangen, weil ich seit sehr langer Zeit nicht mehr beim FC im Stadion war. Ein Kumpel hatte mich eingeladen, weil es im Ticketshop wohl einige Restkarten gab. Also dachte ich mir: Warum nicht, aus Freundschaft und weil ich einfach mal wieder Lust hatte, den FC live zu sehen.

Und was soll ich sagen: Die Stimmung in der Südkurve war wie immer überragend. Top Atmosphäre, Leidenschaft, Emotionen – genau das, wofür Fußball stehen sollte. Das Ergebnis war zwar nicht toll, aber die Stimmung hat trotzdem Spaß gemacht und gezeigt, was echte Fankultur ist.

Was allerdings gar nicht ging, war der Gegner. Wer toleriert, was mit Red Bull im deutschen Fußball passiert, der liebt den Fußball einfach nicht. Und nochmal ganz klar: Das hat nichts, wirklich überhaupt nichts, mit Leipzig zu tun. Das ist kein Leipziger Problem, das ist ein Red-Bull-Problem.

Der Support der Red-Bull-Fans, die man nicht zu Leipzig zählen kann, war absolut schlecht. Das sind keine Leipziger Fans im klassischen Sinn, das sind Konsumenten eines Konzernprodukts. Da fehlt jede Kultur, jede Geschichte, jede Identität. Man sagt ja oft über gegnerische Fans, dass sie schlecht sind – egal ob Aachener, Uerdingen, Borussia Mönchengladbach, Düsseldorf oder sonst wer. Aber Red Bull toppt wirklich alles. Das ist mit Abstand das abscheulichste „Fansein“, das ich je erlebt habe.

Red Bull hat absolut nichts mit unserer Fußballkultur zu tun. Dieser Verein ist ein reines Marketingprodukt, ein Konzernprojekt. Das gehört nicht in unseren Sport. Das kann man nicht relativieren, nicht rechtfertigen und nicht schönreden. Das ist kein Verein, das ist eine Werbefläche mit Trikot.

Viele der mitgereisten sogenannten Fans wissen nicht einmal, was sie da eigentlich unterstützen: ein künstliches Konstrukt ohne Seele, ohne Tradition, ohne Respekt vor dem Fußball. Genau das hat man heute wieder gesehen. Da gibt es keinen Respekt, keine Werte, nur Marke und Produkt.

Egal ob als Karlsruher, Uerdingen- oder Lok Leipzig: Man protzt ja gerne mal über andere Vereine. Das gehört dazu. Ob Rot-Weiß Oberhausen, Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, Dynamo Dresden, Erzgebirge Zwickau – das sind alles echte Vereine. Auch Rivalitäten wie RWE gegen Dynamo oder FC gegen Gladbach gehören zum Fußball. Das sind Gegner, die man ernst nehmen kann. Das ist Teil von Emotion, Geschichte und Kultur. Im Fußball gibt es Gleichberechtigung: Jeder Verein steht für eine Region, eine Identität, eine Tradition.

Aber Red Bull steht für gar nichts davon. Das ist keine Rivalität, das ist kein normaler Gegner – das ist ein künstliches Konstrukt. Ein weltweites Konzernmodell, bei dem Vereine gekauft oder neu erschaffen werden, nur um eine Marke zu pushen. Das ist kein Sport, das ist Marketing.

In Leipzig sollen sich Lok und Chemie streiten – das ist echte Fußballkultur. So wie es sich gehört. Aber Red Bull gehört da nicht rein. Das ist kein Teil dieser Stadt, kein Teil dieser Geschichte und kein Teil dieses Sports.

Red Bull ist für mich eine kriminelle Konstruktion im Sinne der Sportkultur: eine Sekte aus Geld, Macht und Werbung, die nicht nur den Fußball, sondern auch andere Sportarten wie Eishockey kaputtmacht. Alles wird aufgekauft, umgeformt, entleert und als Produkt verkauft.

Das wollen wir nicht.

Das brauchen wir nicht.














Ernsthaft warum tut ihr das? Gibt Red Bull euch Gratis Paletten von dem Sondermüll oder was soll das? 🤮


Es ist einfach unmoralisch, dass so ein Projekt in der Bundesliga spielen darf. Dass der DFB so etwas zulässt, ist ein Skandal. Allein der Einstieg in der fünften Liga war ein Witz und ein Schlag ins Gesicht für jeden Verein, der sich seinen Weg sportlich erarbeiten musste.

Kurz gesagt:

Red Bull ist kein Verein. Red Bull ist ein Produkt.

Und Produkte haben im Fußball nichts verloren


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